Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen bzw. ein bisschen etwas über mich erzählen.

Mein Name ist Ebby und ich bin 21 Jahre alt. Bis vor einiger Zeit noch war ich ein mehr oder weniger normales Mädchen. Naja ich war immer schon ein wenig anders, aber eben nicht so anders wie jetzt. Wer sich nicht für gewisse übernatürliche Dinge interessiert oder noch besser weiß das diese existieren, dem rate ich an dieser Stelle nicht weiter zu lesen, denn dieser Typus wird entweder den Gedanken haben das ich vollkommen verrückt bin oder aber unter einem Aufmerksamkeitsdefizit leide. Vielleicht tue ich das ja sogar, wer weiß das schon?

Jedenfalls bin ich das, was wohl die meisten von euch als Vampir bezeichnen würden. Aber vergesst bitte die gängigen Vorstellungen die Hollywood sich erdacht hat, damit kommt ihr nämlich nicht sonderlich weit. Dies sind also ganz genau die Worte eines Wesens, dass laut den meisten Menschen garnicht existent ist. Vielleicht ist es auch ganz gut so, dass ich eigentlich garnicht existent bin, denn so kann man mich auch nicht für die Dinge rankriegen, die ich getan habe!

Kommen wir zum interessanten Teil: Wie wird man das, was ich bin?

Eigentlich ist es ganz einfach, mann muss nur als naives Ding nach der Disco mit einem bösen Jungen mit nach Hause gehen, mit den Gedanken im Kopf, dass er nichts mit einem anstellen könne, was man nicht wollen würde. Aber er konnte! Zunächst war ich wohl nur zum spielen und als Snack eingeplant und ich kann auch nicht sagen, dass mir das alles nicht gefallen hätte. Der Typ hatte ne vollkommen wunderbare Bude, chaotisch aber mit sehr skurilen Dingen darin, zudem sah er einfach hinreißend aus. Wir verstanden uns körperlich, als auch auf anderer Ebene ziemlich gut, doch als er mir erzählte was er war, machte ich mich die ganze Zeit, betrunken wie ich war, über ihn lustig. Das hätte ich lieber unterlassen sollen, denn er bewies mir was er war, indem er mir stilecht die Zähne in den Hals schlug und auch noch trank. Erst wurde mir speiübel und dann, ich weiß nicht, dämmerte ich so langsam vor mich hin. Das nächste woran ich mich erinnern konnte war, dass ich erwachte in seinem Arm und ich mich sehr merkwürdig fühlte. Es ist ein Gefühl das einfach nicht zu beschreiben ist, eines das man nur erleben kann. Es ging mir gut, ich fühlte mich leicht und Auswirkungen des Alkohols waren auch keine zu bemerken. Die Probleme kamen erst später als ich schrecklichen Hunger bekam, Hunger der mich selbst erschreckte, denn wenn ich aus dem Fenster schaute und Menschen ansah, sah ich sie als Essen. Ich hatte Bilder im Kopf wie ich sie aufschlitze und von ihnen trinke und ich bekam dadurch soetwas wie einen Nervenzusammenbruch. Aber man gewöhnt sich an fast alles, daran das man irgendwie tod ist, daran dass man handeln will wie ein Tier, daran das man Blut trinken muss und auch daran, das man die Sonne nicht mehr allzu gut abkann. Selbst an die merkwürdigen Gedanken die einem manchmal in den Kopf kommen und daran das andere Menschen nurnoch eine Art Beutefunktion haben. Entweder man benutzt sie oder man lässt sie links liegen, wenn man zufrieden ist.

Ich denke das man keinen von uns als gut oder böse bezeichnen kann. Wir sind alle sehr unterschiedlich und handeln mehr oder weniger nach unseren ureigensten Instinkten. Wir sind wie Raubtiere im Schafspelz und so intelligent, dass wir nicht auffallen.

So das sei für den Einstieg genug erzählt. Ich wünsche allen einen erholsamen Tag und eine noch schönere Nacht!